Mein Vater litt an Epilepsie

Damals hätte ich mir solch ein locker geschriebenes und dabei hoch informatives Buch gewünscht. Als Kind und junger Mensch wusste ich quasi nichts über die Erkrankung. Das änderte sich erst im Laufe der Jahre.

Das Buch aus der Dummie-Reihe ist nicht nur gut als fundierter Einstieg in das Thema Epilepsie (für Betroffene). Es richtet sich eben nicht nur an Menschen, die selbst einen epileptischen Anfall erlebt haben oder mit der Diagnose leben, sondern ausdrücklich auch an Angehörige. Denn: Epilepsie betrifft selten nur die erkrankte Person – sie verändert oft auch den Alltag, die Sorgen und die Fragen der ganzen Familie.

Der Autor erklärt Epilepsie für Laien, aber keineswegs laienhaft: Welche unterschiedlichen Anfallsformen gibt es, wie wird die Erkrankung festgestellt? Behandlungsmöglichkeiten, etwa Medikamente und weitere therapeutische Wege sind ein wichtiger Bereich. Außerdem werden verschiedenen Lebensphasen berücksichtigt: Kindheit, Jugend, Berufsleben, Familienplanung und das Älterwerden.

Leben mit der Erkrankung: Dieser Ratgeber vermittelt übersichtlich Informationen zu Diagnosen und Therapien und macht Mut, trotz Epilepsie ein selbstbestimmtes und erfülltes Leben zu führen. Er zeigt, dass die Krankheit zwar Herausforderungen mit sich bringt, aber nicht die gesamte Persönlichkeit oder Zukunft eines Menschen bestimmen muss.

Als Angehörige oder Angehöriger steht man häufig mit vielen Unsicherheiten da: Was passiert bei einem Anfall? Wie kann ich richtig helfen? Was bedeutet die Diagnose für den gemeinsamen Alltag? Welche Sorgen sind berechtigt, und welche lassen sich durch Wissen und gute medizinische Begleitung verringern? Ein verständlicher Ratgeber kann in einer solchen Situation Halt geben und verhindern, dass man sich mit seinen Fragen allein gelassen fühlt.

Dieses Buch ist deshalb mehr als ein medizinischer Ratgeber. Er ist eine wertvolle Orientierungshilfe.